Website-Relaunch: Was muss vor dem Start geklärt sein?
Bei der eigenen Website führte eine alte Adresse trotz Weiterleitung auf eine Fehlerseite. Was daran schiefging und was du vor deinem Relaunch prüfen solltest.
Alter Link
Die frühere Über-uns-Adresse auf roigrowth.net.
301
Der Domainwechsel leitete den alten Pfad weiter.
404
Die Zielseite unter diesem Pfad war nicht vorhanden.
Eigene URL-Prüfung vom 29.10.2026. Die aktuelle Unternehmensseite liegt unter /ueber-mich.
Ein Fehler auf der eigenen Website
Die Weiterleitung funktionierte. Der Weg zur Seite endete trotzdem bei 404.
Bei der Prüfung von roigrowth.at haben wir den alten Über-uns-Link auf der .net-Domain geöffnet. Der Server antwortete mit 301 und schickte den Besuch auf die neue Domain. Dort folgte eine Fehlerseite.
Der Domainname war richtig. Der alte Pfad passte nicht mehr zur aktuellen Unternehmensseite. Wer nur prüft, ob irgendeine Weiterleitung existiert, übersieht genau diesen Fehler.
Prüfe alte Links bis zur tatsächlich sichtbaren Zielseite.
Braucht die Website wirklich einen kompletten Neubau?
Ein Relaunch ist eine grundlegende Überarbeitung der Website. Das kann Gestaltung, Inhalte, Struktur und Technik betreffen. Bevor alles ersetzt wird, lohnt sich die Frage, was bereits funktioniert: Welche Seiten werden gefunden, welche Inhalte werden gebraucht und über welche Wege entstehen Anfragen?
Manchmal reicht eine gezielte Überarbeitung. In anderen Fällen passen Struktur und Technik nicht mehr zum Betrieb. Diese Entscheidung braucht eine Bestandsaufnahme. Sie sollte vor der Gestaltung stehen, damit brauchbare Inhalte und bestehende Sichtbarkeit berücksichtigt werden.
Schritt 1: Den vorhandenen Stand sichern
Erstelle eine wiederherstellbare Sicherung und eine Liste der alten URLs. Halte fest, wer Domain und Hosting verwaltet und welche Systeme eingebunden sind. Die Sicherung muss erreichbar sein, wenn beim Wechsel etwas schiefläuft.
Ergänze verfügbare Daten aus Search Console und aus der Anfragebearbeitung. Sie helfen zu erkennen, welche Inhalte wichtig sind. Eine zufällige Google-Suche oder die Erinnerung an eine alte Anfrage ersetzen diese Unterlagen nicht.
- Vorhandene Seiten und wichtige Dateien sichern.
- Alte URLs und vorhandene externe Links erfassen.
- Verfügbare Such- und Anfragedaten mit Datum speichern.
- Verantwortliche für Domain, Hosting und Freigabe festlegen.
Schritt 2: Für jede geänderte URL das richtige Ziel festlegen
Bleibt die Aufgabe einer Seite gleich, kann ihre Adresse oft erhalten werden. Ändert sie sich, wird ein passendes neues Ziel zugeordnet. Eine alte Leistungsseite sollte weiter zur entsprechenden Leistung führen. Kontakt und Unternehmensvorstellung brauchen ihre eigenen Ziele.
Für dauerhafte Weiterleitungen werden üblicherweise 301 oder 308 verwendet. Wichtig ist aber der ganze Weg: Ausgangsadresse, Weiterleitung und erreichbares Ziel. Eine pauschale Weiterleitung aller alten Seiten auf die Startseite löst unterschiedliche Nutzerfragen nicht.
Warum der alte Host mitgeprüft werden muss
Beim Wechsel einer Domain beginnt der Weg auf dem alten Host. Dessen Konfiguration entscheidet, ob die Anfrage überhaupt beim vorgesehenen neuen Ziel ankommt. Die neue Website allein zu prüfen reicht deshalb für eine vollständige Abnahme nicht.
Halte fest, wer die alte Domain und ihre Weiterleitungen verwaltet. Teste wichtige alte Adressen einzeln, auch mit abweichenden Pfaden. Für jeden Test brauchst du den tatsächlichen Endpunkt und den sichtbaren Inhalt.
Schritt 3: Die neue Fassung vor der Veröffentlichung abnehmen
Prüfe wichtige Seitentypen am Handy und am Desktop. Navigation, Texte und Kontaktwege müssen bedienbar sein. Seitentitel, Canonicals, Sitemap und Indexierungsregeln gehören zur technischen Abnahme.
Halte fest, was in der Vorschau geprüft wurde und was nach dem Start noch kontrolliert werden muss. Ein erfolgreicher Build oder eine erreichbare Vorschau beweist noch nicht, dass die richtige Fassung öffentlich ausgeliefert wird.
- Wichtige Seiten und interne Links öffnen.
- Alte URLs bis zum endgültigen Ziel verfolgen.
- Darstellung und Bedienung mobil prüfen.
- Vorschau-Sperren und veröffentlichte Indexierungsregeln unterscheiden.
- Formularannahme, Zustellung und Terminbestätigung separat prüfen.
Schritt 4: Nach dem Start weiter beobachten
Rufe die wichtigsten alten und neuen URLs nach der Veröffentlichung erneut auf. Prüfe den sichtbaren Inhalt und die tatsächlich ausgelieferten Regeln. In Search Console beobachtest du anschließend die Indexierung und relevante Seiten und Suchanfragen.
Vergleiche ähnliche Zeiträume und dokumentiere Änderungen. Ein einzelner Tag mit weniger Klicks erklärt den Relaunch nicht. Gleichzeitig müssen echte Anfragen weiter ankommen. Vereinbare deshalb, wer nach dem Start technische Fehler und Geschäftsergebnisse kontrolliert.
Was du im Angebot festhalten solltest
Zur Relaunch-Aufgabe gehören nicht nur neue Seiten. Kläre auch, wer die Bestandsaufnahme, URL-Zuordnung, Weiterleitungen und Nachkontrolle übernimmt. Dein Betrieb prüft die Fakten über Leistungen und Referenzen. Der Anbieter muss erklären, welche technischen und redaktionellen Aufgaben im Umfang enthalten sind.
Mit dieser Aufteilung lässt sich ein Relaunch konkret abnehmen. Eine Zusage, dass Google-Positionen unverändert bleiben, gehört nicht dazu.